Valentinstag – Eine Qual für frisch Getrennte und Singles?

Auf die gefühlsschwangere Weihnachtszeit folgt nach einer kurzen Januarpause, die die meisten Leute irgendwie mit Jahresrechnungen bezahlen, Weihnachtsschmuck im Keller verstauen und Weihnachtsschlemmereien-Schadensbegrenzungs-Diät verbringen – DER VALENTINSTAG!
Am 14. Februar 2013 ist er auch dieses Jahr wieder ein Tag, der für gemischte Gefühle sorgt. Die einen machen sich Gedanken, wie sie der Frau oder dem Mann an ihrer Seite ein Lächeln und Seufzen entlocken können. Die anderen möchten, dass dieser Tag nur irgendwie möglichst unauffällig verstreicht.

Herzen in der gesamten Stadt

Valentinstag der Tag der Liebenden. Wie übersteht man den nun am besten, wenn man gerade frisch getrennt oder glücklicher Single ist? Die Pärchen sind ja nun mit sich selbst beschäftigt. Viel schlimmer sind ja fast noch die Tage davor! Wie gesagt am Valentinstag selbst, hat man ja im besten Fall ganz einfach mal seine Ruhe. Die Tage davor könnten allerdings nervig werden, wenn man glückliche, frisch verliebte Pärchen in seinem Umfeld hat. Natürlich freut man sich für die beiden, doch im Rausch der Gefühle fragen Verliebte eben auch gerne nach, wie man denn den Valentinstag verbringen möchte, ob es denn da so gar keinen gäbe, den man gerade spannend finden würde … ? Na, klar frisch Verliebte wollen an sich nur, dass man genauso glücklich ist wie sie. Geteilte Freude ist eben doppelte Freude.

Bildquelle: Rosel Eckstein / pixelio.de

Doch leider bewirken solche Fragen bei vielen eben nur, dass Ihnen umso schmerzlicher bewusst wird, dass sie alleine sind. Selbst, wenn es sich die meiste Zeit über ganz gut anfühlt oder man genau weiß, dass die letzte Trennung einfach sein musste: So direkt mit der Nase einen ganzen Tag lang drauf gestoßen werden, darauf würden die meisten gerne verzichten. Verständlicherweise. Es ist eben eine Sache sich mit seinem Liebeskummer auseinanderzusetzen, wenn man bereit dafür ist und es ist eine ganz andere Sache, wenn man den Kalender anschaut und da prangt unausweichlich VALENTINSTAG auf der Seite. Selbstbestimmung ist für Menschen ungeheuer wichtig, es bedeutet Freiheit. Das könnte einer der Gründe sein, weshalb der Valentinstag bei Singles und frisch getrennten so unbeliebt ist. Man bekommt per rosa Herzchen überall in der Stadt und Werbung, die ja wirklich ganze Arbeit leistet, das Thema „verliebt sein“ geradezu aufgezwungen. Dieses „nicht ausweichen können“ kann zu Gefühlen von Hilflosigkeit führen. Selbst wenn man gerne auch den Valentinstag mit jemandem verbringen möchte, man kann sich ja keinen Mann backen! Eine Frau natürlich auch nicht.
Liebe verliebte Valentinstag-Enthusiasten bitte nehmt Rücksicht auf Singles. Haltet Euch mit Fragen und Analysen zurück, verkneift Euch gut gemeinte Tipps und fangt schon gar nicht damit an den Singles erklären zu wollen, dass so eine Partnerschaft nach vier Jahren und 2 Kindern auch kein Zuckerschlecken mehr ist. Das will ungefragt keiner so wirklich hören. Wenn Ihr einen Single im Freundeskreis habt, der den Valentinstag ignoriert, dann tut es auch. Und wenn Ihr eine Freundin oder einen Freund habt, der jemand zum Reden braucht, nun denn: seid ein guter Freund und hört zu.

Die beste Strategie am Valentinstag

Die beste Strategie am Valentinstag ist aus meiner Sicht die, die dazu führt, dass man sich gut fühlt. Glücklich sein ist, selbst unter schwierigen Bedingungen, gar nicht so schwer. Man muss nur wissen, was einen glücklich macht. Hier sind ein paar Klassiker aus der Glücksforschung:

– Freiheit und Selbstbestimmung
– Freundschaften und gemeinsam lachen können
– Familie und Geborgenheit
– Natur und das Gefühl von innerem Frieden
– Sport und die Kraft des eigenen Körpers zu spüren
– Dank erhalten, bzw. Wertschätzung erfahren
– Dankbar sein für das, was man hat und wie man leben kann
– An sich selbst und seine Fähigkeiten glauben
– Zuversicht
– u . v. m.

Wer sich die Liste durchliest, bekommt sicherlich selbst sofort einige Ideen, wie man den Valentinstag doch noch zu einem guten Tag machen kann.
Meine Vorschläge wären, abgeleitet aus der obigen Liste:

Plane irgendetwas, was Du schon lange tun wolltest – im VORAUS! So hast Du es freiwillig vor dem Valentinstag entschieden.
Schau Dich um in Deinem Freundeskreis, wer könnte Deine Hilfe gerade jetzt gut gebrauchen? Wer kann nicht so gut Schränke aufbauen wie Du? Wer steht kurz vor einem Umzug? Wer war immer für Dich da, als es mal richtig eng war? Ruf an und verabrede Dich für den 14. Februar.
Besuche mal wieder Deine Oma und Deinen Opa. Wie oft kommen die zu kurz? Viele vermeiden den Gedanken daran, dass die Großeltern meist schon ziemlich alt sind. Aber so ist das Leben, die Oma und der Opa sind die Personen, die von heute aus betrachtet, sehr wahrscheinlich am ehesten sterben werden. Wäre der 14. Februar nicht ein fantastischer Tag, um mal wieder vorbeizugehen?
Selbstcoaching Übung, die ein Lächeln auf Dein Gesicht zaubern kann:
Schreibe 15 Minuten lang alles auf, wofür Du dankbar bist und worauf Du stolz bist.
Dann nimm das Aufgeschriebene auf.
Lies langsam und leicht hypnotisch.
Setz Dich bequem auf einen Stuhl.
Nun höre Dir Deine Aufnahme mehrmals hintereinander in einer angenehmen Lautstärke an.Wer möchte, kann die Übung wie folgt intensiver gestalten:

Bitte nimm vorher diesen Hinweis zur Kenntnis
Haftungsausschluss: Die Verantwortung über die Anwendung der Klopfübung liegt ganz beim Klienten, nachfolgend Coachee genannt. Beim Durchführen der Übung kann es zum Erleben von intensiven Gefühlen kommen.
Voraussetzung beim Coachee ist – wie auch sonst beim Coaching üblich – eine normale psychische und physische Belastbarkeit. Überkreuze nun Deine Arme, so dass Deine Hände jeweils auf dem gegenüberliegendem Arm ruhen.

Während Du nun Deine Aufnahme anhörst, klopfst Du im Sekundentakt (60-mal in der Minute) leicht auf Deine Oberarme.
Die Augen kannst Du offen oder geschlossen halten.
Bitte achte darauf, nicht schneller zu klopfen.
Das langsame Klopfen wirkt entspannend. Atme nach ca. 15 -20 x klopfen jeweils tief ein und aus.
Dazwischen atmest Du ganz normal.
Mit dieser Übung (bilaterale Hemisphärenstimulation) kannst Du positive Gefühle verstärken.

Ich wünsche Euch einen schönen 14. Februar 2013!

Ich würde mich freuen, wenn Ihr berichtet, wie Ihr bisher diesen Tag verbracht habt
Haben Euch die Vorschläge gefallen?
Was davon wollt Ihr ausprobieren?
Welche Tipps möchtet Ihr noch mit anderen teilen?

Buchtipps zum Thema Glück:

Für jeden, der verstehen will, warum es manchmal so schwer fällt, zu erkennen und umzusetzen, was einen glücklich macht. Wissenschaftlich sehr gut aufbereitet. Manchmal etwas anstrengend zu lesen, aber sehr erhellend. Die Mühe lohnt sich.

Wer direkt damit loslegen möchte, seine Denkweise in eine positive Richtung zu verändern, dem lege ich Das Buch von Byron Katie ans Herz. Das Schöne ist, man kann direkt anfangen! Viel Spaß damit.

Alles Liebe
Christina

Über den Autor

Durch meine Erfahrungen, meine Stärke, meinen Entscheidungen und meinen Weg zu meiner jetzigen Stärke, möchte ich anderen Beiseite stehen und ihnen helfen ihrem Gedankenkarussel zu entfliehen. Meine Persönlichkeit ist geprägt von Hoch und Tiefs. Gerade die Tiefs in Beziehungen haben mich zu der starken Person gemacht, die ich heute bin. Einschneidende Erlebnisse haben mich dazu gezwungen, mich mit mir selbst und mit dem Thema Beziehung auseinanderzusetzen. Ich musste mich entscheiden ob ich mit einem hängenden Kopf oder aber erhobenen Hauptes meinen Weg weitergehe.

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3 Responses

  1. Funzel

    Vielen Dank für die tollen Einblicke. Hier wurden Gedanken in mir freigesetzt, die ich nach einigen Minuten als Vorfreude auf den Valentinstag deuten mag. 🙂

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  2. paul

    gut geschrieben “ Man muss nur wissen, was einen glücklich macht.“ und auch eines der Grundprobleme, denn wenn jeder das so genau wüsste dann würde es auch keine unglücklichen geben
    Valentinstag macht mich zb nicht glücklich, zu viele Erwartungshaltungen genau wie bei Weihnachten etc, im Grunde alles nur auf Commerc ausgelegt

    Antworten

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